Der Lohhofer Anzeiger vom 07.03.2020 war voll von Wahlkampfbeiträgen. Welches Bild ergibt sich aus ihnen für einen parteineutralen Bürger, der lieber etwas über konkrete, künftige Vorhaben erfahren will als darüber, wer die Erfolge der Vergangenheit für sich reklamiert? Für offensichtliche Fehlentscheidungen und Missstände übernimmt seltsamerweise sowieso niemand die Verantwortung.
Die Auswüchse in diesem LLA beginnen mit der ganzseitigen Darstellung von Frau Petra Böck, Gattin des Bürgermeisters, die bisher inhaltlich nicht mit der Stadtpolitik in Verbindung zu bringen war. Was will sie uns damit sagen? Ebenso inhaltsleer sind die seit Wochen im LLA erscheinenden Sticker mit Wahlempfehlung für Bürgermeister Böck und Stefan Krimmer („Zukunft mit Blick“ oder „Unsere Stadt im Herzen“).
Danach versucht die CSU über „Anmerkungen“ ihren Anteil an den Erfolgen herauszuarbeiten, die im städtischen, mit Steuergeldern finanzierten „Unterschleißheimer Zeitspiegel“ als Ergebnis der Tätigkeit des aktuellen Bürgermeisters dargestellt wurden.
Ein Höhepunkt für uns war aber, dass die SPD auf einmal doch ein Einheimischen-Modell auf städtischem Grund in Lohhof Süd vorschlägt, was Bürgermeister Böck bisher vehement ausgeschlossen hatte. Warum jetzt, eine Woche vor der Wahl, der Schwenk durch Frau Harms? Wahlkampfgetöse!
Einen ganz anderen Wechsel vollzog der Stadtrat, als er in seiner Sitzung vom 5. März die Gebietskategorie für das Gartenquartier im Flächennutzungsplan von „Allgemeines Wohngebiet“ in „Urbanes Gebiet“ änderte. Dadurch kann die bereits jetzt hohe Bebauungsdichte um das 2,5-fache von aktuell GFZ 1,2 auf GFZ 3,0 deutlich erhöht und der Lärmpegel verdoppelt werden. Zudem entfällt das Erfordernis für ein ausgewogenes Mischungsverhältnis zwischen Wohnen und Gewerbe zu sorgen. Bürgermeister Böck und die Stadtratsmehrheit versuchen mit auch rechtlich fragwürdigen Methoden, eine möglichst intensive Bebauung auf dem ehemaligen Siemensparkplatz durchzudrücken.
Und dabei haben alle Parteien versprochen, die Bürgerbeteiligung zu verbessern. Bürgermeister und Stadtrat entscheiden aber auch weiterhin über die Köpfe der Betroffenen hinweg.
Wählen Sie deshalb die Partei/Wählervereinigung, die sich für echte Bürgerbeteiligung einsetzt und die es im Kreuz hat, die berechtigten Interessen von (allenfalls mittelfristig denkenden) Investoren mit denen des großen Teils der Bevölkerung in Einklang zu bringen, der langfristig in Unterschleißheim bleiben und sich dort wohlfühlen möchte. Natürlich gilt dies aber für alle anderen wichtigen Themen, die der Stadtrat in den nächsten 6 Jahren zu entscheiden hat. Denn viele dieser Themen betreffen Sie mehr als Sie jetzt meinen.
Das „Bündnis für Unterschleißheim“ stellt sich für Sie zur Wahl auf der Liste 6 FDP/BfU.

Robert Rossmanith, Bündnis für Unterschleißheim
Matthias Hatzmann, Stadtratskandidat für das Bündnis für Unterschleißheim (Listenplatz 608)
Albert Biller, Stadtratskandidat für das Bündnis für Unterschleißheim (Listenplatz 609)
Otto Felkel, Stadtratskandidat für das Bündnis für Unterschleißheim (Listenplatz 612)